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|  September 2014  |

AVANTAG Energy® s.à r.l. erweitert sein Leistungsspektrum auf hoch moderne Beleuchtungskonzepte.

Mertert, den 14. September 2014: Als Experte für verlässliche, ertragsstarke Solarstromlösungen realisiert die AVANTAG Energy® seit 2009 erfolgreich Photovoltaikkraftwerke für Industrie und Gewerbe. Jetzt erweitert das Unternehmen sein Leistungsspektrum auf hoch moderne Beleuchtungskonzepte – und bietet seinen bisherigen Kunden damit einen weiteren Mehrwert in der Zusammenarbeit.

„Mit dem Weg ‚Strom aus Licht’ kennen wir uns ja schon seit Jahren hervorragend aus” erläutert Dipl.-Ing. (FH) Peter Schuth, CTO der AVANTAG, die technischen Hintergründe dieser Entwicklung. „Da war es für uns nur logisch, uns auch mit ‚Licht aus Strom’ zu beschäftigen.” Das Unternehmen reagiert damit auf die verstärkte Nachfrage nach alternativen Beleuchtungslösungen für Industrie, Gewerbe und kommunale Kunden.

„Aktuell beobachten wir einen starken Trend in Richtung LED und können solche Lösungen selbstverständlich in bester Qualität liefern. Doch nicht immer ist die LED heute schon die beste Lösung. Hier unterscheiden wir uns auch in unserer Beratung ganz bewusst von vielen anderen Anbietern am Markt, indem wir für den Kunden aus dem gesamten Spektrum der verfügbaren Technologie das beste Konzept entwickeln. Schließlich geht es ja nicht darum, ein bestimmtes Produkt zu vertreiben, sondern die für den Kunden passende Lösung für seinen Anwendungsfall zu finden. Und so verstehen wir uns einmal mehr als Partner unserer Kunden” erläutert Schuth die Ausrichtung des neuen Geschäftsbereiches.


„Wer uns kennt, weiß: Wenn wir etwas machen, dann wollen wir es richtig machen!” erläutert Schuth den weiteren Weg. „So haben wir durch Schulungen und Qualifikationen unseres Teams — unter anderem durch eine Ausbildung der TÜV SÜD Akademie mit dem Abschluss als ‚Fachplaner Licht und LED — TÜV’ eine saubere Grundlage für unsere Aktivitäten gelegt, die wir durch enge Partnerschaften mit führenden Herstellern der Branche ergänzen. Damit bilden wir von der Potenzialanalyse über die Auswahl passender Produktlösungen bis zur schlüsselfertigen Installation der Systeme auf Wunsch alles aus einer Hand ab.”

Eine runde Sache also, die dafür sorgt, dass Kunden neben der Solarstromerzeugung in der AVANTAG Energy® nun auch für zukunftsfähige Beleuchtungsanwendungen einen verlässlichen, qualifizierten Ansprechpartner finden.



|  August 2014  |

AVANTAG Energy® s.à r.l. legt nach und bringt alleine im Juli 2014
4 Kraftwerke mit 813kWp Leistung ans Netz!

Mertert, den 01. August 2014: Pünktlich zur heute in Kraft tretenden Novelle des EEG – des Erneuerbare Energien Gesetzes – vermeldet der luxemburger Projektentwickler und Anbieter schlüsselfertiger Solarkraftwerke, die AVANTAG Energy® s.à r.l., neue Installationszahlen aus dem vergangenen Monat.

Eigenverbrauch und EEG – zwei Modelle mit Zukunft!

Doch nicht nur Eigenverbrauchsanlagen lohnen sich. Auch EEG-Anlagen sind – allen Unkenrufen zum Trotz – nicht tot! So verzeichnet die AVANTAG Energy® für die kommenden Monate bereits eine hohe Nachfrage nach weiteren Kraftwerken – sowohl zur Volleinspeisung als auch zur Deckung des eigenen Bedarfs.



AVANTAG Energy® s.à r.l. informiert: Neues EEG in Deutschland in Kraft – solarer Eigenverbrauch weiterhin hoch attraktiv!

Mertert, den 01. August 2014: Seit dem heutigen 1. August 2014 ist in Deutschland die unter dem Titel „EEG 2014” bekannte Novelle des EEG — des Erneuerbare Energien Gesetzes — in Kraft und bildet damit den rechtlichen Rahmen für Solarkraftwerke im Netzparallelbetrieb. Damit ist das EEG 2014 sowohl für Anlagen zur Volleinspeisung als auch für die meisten Eigenverbrauchsanlagen einschlägig.

Viele Regelungen sind aus dem bisherigen Gesetz erhalten geblieben, jedoch gibt es auch einige Neuerungen, die für Anlagen zur Anwendung kommen, die ab jetzt erstmalig in Betrieb genommen werden:

  • Vergütungssätze:
    • Die Vergütungssätze für Solarstrom, der ins Netz eingespeist wird, wurden neu aufgesetzt und liegen geringfügig höher als zuletzt – werden jedoch auch weiterhin monatlich in Abhängigkeit vom Zubau neuer solarer Kraftwerkskapazitäten für neue Anlagen moderat abgesenkt.
  • Begrenzung der EEG-fähigen Anlagenkapazität:
    • Ab dem 1.8.2014 haben nur noch solche Dachanlagen Anspruch auf eine feste Vergütung aus dem EEG, die eine installierte Kapazität von 500kWp nicht überschreiten. Zum 1.1.2016 wird diese Grenze auf 100kWp für neue Anlagen abgesenkt. Größere Anlagen fallen in die verpflichtende Direktvermarktung und müssen den von ihnen erzeugten Strom aktiv selbst vermarkten – erhalten jedoch Ausgleichszahlungen nach dem EEG.
  • Wieder 100% des Stromes EEG-vergütungsfähig:
    • Anlagen mit Leistungen unterhalb der oben beschriebenen Grenzen haben nun wieder Anspruch auf eine Vergütung für 100% des von ihnen erzeugten und eingespeisten Solarstroms. Dies war im EEG 2012 auf 90% begrenzt gewesen – ein regulatorischer Weg, der sich nicht durchgesetzt hat.
  • Belastung des Eigenverbrauchs:
    • Eine der am schwersten nachvollziehbaren Regelungen ist die, nach der der Eigenverbrauch von Solarstrom – also der Strom, der vom Betreiber der Anlage zeitgleich zur Erzeugung im eigenen Betrieb selbst verbraucht wird – in Zukunft mit einem Anteil der EEG-Umlage belastet wird. Während die Politik bis zum heutigen Tage für die Eigenerzeugung wirbt und damit der Anteil des Solarstroms, der durch die EEG-Umlage finanziert werden muss, kontinuierlich sinkt, bestraft man andererseits diejenigen, die diesem Weg folgen, indem sie
      • in 2014 und 2015 je 30%,
      • in 2016 35% und
      • ab 2017 40% der jeweils aktuellen EEG-Umlage für den von ihnen direkt selbst verbrauchen Strom zahlen müssen.

Gerade die letzte Regelung ist mehr als unverständlich und ärgerlich!


Attraktivität nach wie vor ungebrochen hoch!

Doch ganz am Ende zählen die Fakten.

Und diese sind erfreulich: So ergibt sich für aktuell für unsere Kunden in Planung und teilweise bereits in Realisierung befindliche Projekte, dass die Attraktivität für Betriebe mit hohem Eigenverbrauch nach wie vor ungebrochen hoch ist! Solarkraftwerke lohnen sich ganz klar auch weiterhin und sind ein hervorragendes Instrument zur langfristigen Sicherung stabiler Energiepreise!

Bitte sprechen Sie uns an – wir beraten Sie transparent zu den attraktiven Möglichkeiten, die Ihnen ein Solarkraftwerk unter den heutigen rechtlichen Bedingungen bietet!

Wir freuen uns auf den Dialog mit Ihnen!



|  Juli 2014  |

AVANTAG Energy® s.à r.l. bringt alleine im Juni 2014 6 Kraftwerke mit 765kWp Leistung ans Netz!

Mertert, den 01. Juli 2014: Alleine im zurückliegenden Juni 2014 hat das Team der AVANTAG Energy® s.à r.l. als einer der führenden Projektentwickler und Anbieter schlüsselfertiger Solarkraftwerke in Europa sechs Kraftwerke mit einer Gesamtleistung von 765kWp ans Netz gebracht.

Eigenverbrauch – ein hervorragender Weg!

Damit belastet der Strom weder die Netze der Energieversorger noch das EEG-Umlagekonto, das sich aus den EEG-Abgaben von uns Stromverbrauchern speist. Somit entlastet der Eigenverbrauch nicht nur das Netz sondern auch unser aller Geldbeutel!

Danke dafür an unsere Kunden!



|  Juni 2014  |

AVANTAG Energy® s.à r.l. entwickelt Aktivitäten in der Türkei!

Mertert, den 13. Juni 2014: Die AVANTAG Energy® s.à r.l. aus Luxemburg – einer von Europas führenden Projektentwicklern und Anbietern schlüsselfertiger Solarkraftwerke für Industrie und Gewerbe – erweitert seinen Aktionsradius über die bisherigen Zielmärkte Deutschland, Luxemburg und die MENA-Region hinaus auf den Zukunftsmarkt Türkei.

Zwei Unternehmen – eine Philosophie.

Mit der Gründung der EA Solar Enerji Ltd., Sti. im türkischen Malatya, deren Geschäftsführung der Ingenieur Ersin Murat übernimmt, geht die AVANTAG damit den nächsten Schritt ihrer Internationalisierung. Die EA Solar wird dabei technologisch in der Planung, Errichtung und im After-Sales-Service von der AVANTAG Energy® unterstützt und begleitet und verantwortet vor Ort in erster Linie die Akquisition neuer Kunden und deren Betreuung. Wie für die AVANTAG Energy® steht auch für die EA Solar die verlässliche, seriöse Beratung der Kunden an allererster Stelle.


Erfahrung und Dynamik – eine ideale Kombination für die Kunden.

Gleichzeitig ist auch der lokale Bezug gegeben und wir sprechen in der EA Solar wörtlich und im übertragenen Sinne die Sprache unserer Kunden. Wir sind vor Ort, greifbar, sichtbar und stehen dem Kunden kurzfristig für alle Anliegen zur Verfügung. Eine ideale Kombination, von der alle Beteiligten überzeugt sind, auf diese Weise zahlreiche Kunden nachhaltig zu begeistern!



|  April 2014  |

Energiekosten einsparen – aber bitte nur so, wie die Politik das will!
Von „Entsolidarisierung” und völliger Willkür in Sachen Energiekostensenkungen.

Aktuell wird im Rahmen der anstehenden Novellierung des EEG sehr intensiv über die so genannte „Entsolidarisierung” der Wirtschaft mit den privaten Energieverbrauchern diskutiert. Besonders die Eigenstromerzeugung, bei der Industrie- und Gewerbebetriebe ihren Strombezug durch solare Eigenstromerzeugung reduzieren, steht hier hart in der Kritik. Selbst Grüne Politiker sehen eine soziale Schieflage, der entgegen gewirkt werden muss. Wir haben uns einmal die Zahlen angesehen ...

Mertert, den 4. April 2014: Jeder kennt das aus eigener Erfahrung: Wenn die Kosten steigen und zu einer ernsthaften Belastung werden sucht man Wege, sich dieser Entwicklung zu entziehen.

Nehmen wir einmal an, Sie essen für Ihr Leben gerne Salat. Nun steigen die Kosten für Salat im Supermarkt kontinuierlich an und Ihre heiß geliebten grünen Köpfe werden immer teurer. Um über Ihren Vitaminlieferanten nicht arm zu werden haben Sie nun zwei Möglichkeiten:

  • Weniger Salat zu essen - sprich weniger zu verbrauchen
    oder
  • Ihren Salat - oder einen Teil davon – selbst anbauen.

So weit – so gut.

Verlassen wir nun wieder unser Einstiegsbeispiel und wenden uns zwei Unternehmen zu, bei denen es nun nicht um die Lieblingsspeise des Chefs sondern um den Strombedarf der Firmen geht. Unternehmen A und Unternehmen B beziehen für 100.000 € Strom im Jahr.

Auch diese Kosten sind in den vergangenen Jahren gestiegen, da staatliche Umlagen den Rückgang der Börsenstrompreise mehr als kompensiert haben.

Unternehmen A hat nun das Glück, dass es für seine Produktionsprozesse bessere, energiesparendere Produktionsverfahren gibt. So investiert Unternehmen A in neue Maschinen und kann damit seine Energiekosten in unserem Beispiel von 100.000 € im Jahr auf 70.000 € senken. Damit handelt es ressourcenschonend und umweltfreundlich und verbessert dank dieser Investition und der dauerhaften Energiekostensenkung sogar seine Wettbewerbsfähigkeit. Gegenenenfalls wird die Investition sogar noch öffentlich gefördert, da Energieeffizienz ja eine gute Sache ist.

Auch wählt das Unternehmen A damit einen Weg, den ihm sogar der Chef der Deutschen Energie-Agentur dena, Stephan Kohler, empfiehlt. So sagte Kohler im Interview mit „Vorwärts” am 3. April 2014: „Um Kosten zu senken, würde ich eher auf Energieeffizienz setzen. Wer weniger Energie verbraucht, weil er effizientere Geräte benutzt, kann pro Kilowattstunde mehr bezahlen, über den geringeren Gesamtverbrauch aber trotzdem sparen.
[Quelle: http://www.vorwaerts.de/118548]

Das Unternehmen A bezieht also in unserem Beispiel 30% weniger Strom aus dem Netz und erhält dafür von allen Seiten Lob und Unterstützung. Wohl kein vernünftig denkender Mensch würde hier den Vorwurf der „Entsolidarisierung” erheben, weil das Unternehmen seine Produktionsprozesse optimiert hat.

Leider hat das Unternehmen B weniger Glück. Hier sind keine entsprechenden Effizienzsteigerungen möglich, sodass dieses Unternehmen einen anderen Weg gehen muss. Wenn ich - um zu unserem Eingangsbeispiel zurück zu kommen - also nicht weniger Salat essen will oder kann, dann bleibt mir ja noch das eigene Gemüsebeet, um die Kosten in den Griff zu bekommen. Und so investiert Unternehmen B in eine Photovoltaikanlage und erzeugt damit einen Teil der benötigten Elektrizität selbst. So gelingt es auch Unternehmen B, seine Stromkosten von 100.000 € auf 70.000 € zu senken.

Bis dahin ist die Geschichte wenig spannend. Auch Unternehmen B bezieht nun also - wie Unternehmen A - in unserem Beispiel 30% weniger Strom aus dem Netz.

Von der „Entsolidarisierung”.

Aus Sicht des Stromnetzes reduziert sich in beiden Fällen der Bezug um den gleichen Betrag. Doch während Unternehmen A mit einem Umweltpreis ausgezeichnet wird erfährt Unternehmen B eine Ächtung seiner Maßnahme, da es sich mit seinem umweltfreundlichen Solarkraftwerk - so die Politik - aus der Solitarität der Energieverbraucher stiehlt.

Da Unternehmen B durch sein Solarkraftwerk nun weniger Strom bezieht, wird die Gesamtmenge des Stroms, der über das Netz verkauft wird, um diesen Teil kleiner. Ergo müssen die Kosten der EEG-Umlage auf entsprechend weniger Kilowattstunden umgelegt werden, was den Preis je Kilowattstunde für diejenigen steigen lässt, die ihren Strom nach wie vor aus dem Netz beziehen. Diese „Entsolidarisierung” sorgt aktuell für viel Aufregung und führt dazu, dass Politiker aller couleur sich der Überlegung gegenüber offen zeigen, nun den selbst erzeugten Strom zumindest teilweise mit einer Umlage zu belasten. Quasi eine Sonderabgabe auf den Salat aus dem eigenen Garten.

Wenn man dieser Logik folgt, so ist zunächst einmal deutlich zu sagen, dass sich ja Unternehmen B mitnichten aus der Gemeinschaft ausklinkt. Nein, einen Großteil seines Stromes bezieht es ja weiterhin - mit EEG-Umlage - aus dem Netz.

Außerdem sorgt es durch den Eigenverbrauch dafür, dass die EEG-Umlage weniger stark ansteigt als es der Fall wäre, wenn es seine PV-Anlage - wie bis vor etwa einem Jahr üblich - als Anlage zur Volleinspeisung betreibt und dafür EEG-Vergütung bezieht.

Doch darüber hinaus führt die Logik uns zu einem ganz anderen Schluss:

Wenn Unternehmen B für seinen geringeren Strombezug aus dem Netz zur Kasse gebeten wird, da die gehandelte Strommenge dadurch sinkt und die EEG-Umlage entsprechend steigt - dann aber doch bitte auch Unternehmen A!

Noch einmal ganz deutlich:
BEIDE Unternehmen tätigen eine Investition. Bei BEIDEN Unternehmen sinkt dadurch der Bezug an elektrischer Energie. Damit zahlen BEIDE Unternehmen die EEG-Umlage und alle anderen Abgaben nur noch auf eine entsprechend geringere Strommenge, was die Umlage für alle anderen, die ihren Strom komplett aus dem Netz beziehen, geringfügig ansteigen lässt.

Sonderabgabe auf Energieeffizienz.

Aus Gründen der Solidarität und zur Vermeidung der oben beschriebenen „Entsolidarisierung” muss folgerichtig eine Energieeinsparung durch Steigerung der Energieeffizienz mit einer Sonderabgabe belastet werden!

Ebenso das Abschalten von Maschinen.

Oder das Ausschalten von Licht.

Oder jede andere Handlung von Unternehmen oder Privatpersonen, die dazu führen würde, dass weniger Strom verbraucht und damit am Stromzähler registriert wird.

Die Absurdität dieser Logik braucht wohl nicht weiter ausgeführt werden. Lediglich die Frage, wie man als klar denkender Mensch dieser Logik so intensiv folgen kann, wie es aktuell in der politischen Diskussion zu beobachten ist, bleibt leider unbeantwortet.

Klar ist aber ohne jeden Zweifel:

„Solare Eigenstromerzeugung muss dauerhaft von der EEG-Umlage befreit bleiben!”

Dipl.-Ing. (FH) Peter Schuth



Wahnsinniger Einspareffekt für Privatkunde: 5,4 Ct. im Monat!
Eigenstromerzeugung durch Solarkraftwerke für Industrie und Gewerbe nicht mit EEG-Umlage belasten!

Aktuell wird im Rahmen der anstehenden Novellierung des EEG sehr intensiv über die so genannte „Entsolidarisierung” der Wirtschaft mit den privaten Energieverbrauchern diskutiert. Besonders die Eigenstromerzeugung, bei der Industrie- und Gewerbebetriebe ihren Strombezug durch solare Eigenstromerzeugung reduzieren, steht hier hart in der Kritik. Selbst Grüne Politiker sehen eine soziale Schieflage, der entgegen gewirkt werden muss. Wir haben uns einmal die Zahlen angesehen ...

Mertert, den 1. April 2014:
Nein, die folgenden Zeilen sind kein Aprilscherz! Ebensowenig die Zahlen, die wir ermittelt haben.

Seit etwa anderthalb Jahren hat die Erneuerbare Energienbranche ein überaus wichtiges Etappenziel erreicht: Commercial grid parity.

Dies bedeutet, dass es für Haushalte, aber auch für viele Unternehmen aus Industrie und Gewerbe günstiger geworden ist, einen Teil des von ihnen benötigten Stroms mit Solarkraftwerken selbst zu produzieren und nur noch die übrigen Mengen vom Energieversorger zuzukaufen.


Dabei ist für den Eigenverbrauch, der so ermöglicht wird, immer nur der Strom verwendbar, der zeitgleich zum Verbrauch auch unmittelbar vor Ort durch die Anlage bereit gestellt werden kann.

Dies führt unmittelbar zu einer Anpassung der Anlage bei der Auslegung. Während in der Vergangenheit die Anlagen oft auf eine maximale Dachnutzung und einen optimierten spezifischen Ertrag getrimmt waren, realisiert man heute Anlagen, die sich in Größe und in der zeitlichen Verteilung der Stromerzeugung am Bedarf des Verbrauchers orientieren.

Ein „Einspeisen, was das Zeug hält” ist heute also out.

Eigenverbrauchsquoten, Autarkie und Überschusseinspeisung

Mit einer entsprechend angepassten Anlage sind typischerweise Eigenverbrauchsquoten von 50%, 60% oder mehr zu erzielen. Dies bedeutet, dass nur noch geringe Strommengen überhaupt ins Netz eingespeist werden. Ein klassischer Fall für eine solche Überschusseinspeisung ist ein sonniger Sonntag, an dem der Verbrauch beim Gewerbekunden gering ist und die Anlage gute Erträge erzielt. Für diese Strommengen wird die inzwischen massiv gesenkte Einspeisevergütung in Höhe von rund 11 - 12 Ct. / kWh gezahlt.

Lastgang eines Verbrauchers und passende Stromerzeugung durch ein Solarkraftwerk

Umgekehrt gibt es natürlich immer noch Zeiten, in denen der Strombedarf nicht vom eigenen Solarkraftwerk gedeckt werden kann. So erzielen Gewerbekunden aufs Jahr betrachtet typischer Weise Autarkiegrade von 30% - 40%. Das bedeutet, der Bezug elektrischer Energie sinkt durch Eigenverbrauch in dieser Größenordnung.

Selbstverständlich variieren diese Zahlen stark in Abhängigkeit des Strombedarfs und der verfügbaren Fläche für die PV.


Ein Produktionsgut selbst herstellen.

Bisher kann der Gewerbekunde den Strom, den er zeitgleich zum Verbrauch erzeugt, zu seinen eigenen Gestehungskosten verwenden.

Was kompliziert klingt, kann an folgendem Beispiel verdeutlicht werden:

Stellen Sie sich vor, ein Unternehmen benötigt Pappschachteln zur Verpackung seiner Produkte. Diese hat es bisher bei einem Pappschachtelhersteller gekauft.

Nun steigen die Preise für Pappschachteln. Also beschließt der Unternehmer, da günstige Pappschachtelpreise für ihn sehr wichtig sind, einen Teil seiner Pappschachteln selbst zu produzieren. Dazu kauft er eine Maschine und legt los.

Nun muss er nur noch die Pappschachteln zukaufen, die er nicht selbst produzieren kann. Dafür muss er die hohen Preise am Pappschachtelmarkt zahlen. Umgekehrt kann er seine Pappschachteln anderen anbieten, wenn er gerade keine Schachteln für sich selbst benötigt. Die eigenen Pappschachteln hat er natürlich zu den Kosten, die ihm für die Produktion auf der eigenen Maschine entstehen.

Ein Unternehmen trifft ständig ähnliche Entscheidungen: Ist es günstiger für mich, am Markt zu kaufen oder soll ich das, was ich benötige, selbst herstellen.

War dies auch bei Strom aus Eigenerzeugungsanlagen bisher so, so soll damit nun nach Willen der Bundesregierung Schluss sein.

Aber warum?!?

Schreckgespenst „Entsolidarisierung”

In der Politik wird nun argumentiert, der Unternehmer entziehe sich damit seiner sozialen Verantwortung, da er für den selbst produzierten Strom ja keine EEG-Umlage zahle. Somit würde die Strommenge, auf die die EEG-Umlage erhoben wird, um den selbst produzierten und unmittelbar selbst verbrauchten Stromanteil sinken. Damit stiege die EEG-Umlage für alle, die sie bezahlen müssen.

Dieser Logik ist zunächst nicht zu widersprechen.

Allerdings muss schon zu Beginn festgehalten werden, dass der Gewerbebetrieb ja in der Regel nur zu ca. 30% - 40% „Selbstversorger” ist. Eine steigenede Umlage würde ihn also unmittelbar selbst wieder belasten, da er ja nach wie vor große Anteile seines Strombedarfs am Markt kauft!

Die Zahlen

Darüber hinaus lohnt der Blick auf die Zahlen.

Jährlich verursacht die EEG-Umlage einen Kostenaufwand von rund 20 Mrd. €. Dem gegenüber steht ein EEG-Umlagepflichtiger Verbrauch von rund 385 TWh Elektrizität.
[Quelle: Wikipedia http://de.wikipedia.org/wiki/Erneuerbare-Energien-Gesetz#EEG-Umlage]

Würden wir nun einmal annehmen, dass Unternehmen jährlich 3,5GWp Photovoltaik zubauen würden - das wäre mehr als der gesamte Zubau in 2013 in allen Segmenten des Marktes und damit sicher eine sehr hoch gegriffene Zahl. Und würde dieser hohe Zubau mit durchschnittlich 900kWh / kWp produzieren, so würden 3,15 TWh Solarstrom auf diese Weise produziert. Würden wir nun auch noch annehmen, dass die Eigenverbrauchsquote nicht bei 50% oder 60% sondern sogar – um den „worst case” zu zeigen – bei 75% liegen, so würde die Strommenge, auf die EEG-Umlage gezahlt wird, um 2,4 TWh von 385 TWh auf 382,6 TWh sinken. Dies entspricht einem Rückgang von 0,62%.

In gleichem Maße steigt nun die Belastung für jeden Bürger, der die EEG-Umlage zahlt.

Bei einem durchschnittlichen jährlichen Verbrauch von 1.670 kWh pro Person und einer EEG-Umlage von 6,24 €-Ct. / kWh bedeutet dies einen Anstieg um 0,039 €-Ct. / kWh
oder 65 Ct. - im Jahr!

Der Einspareffekt

Anders ausgedrückt – die Stromrechnung jedes Privatkunden könnte um 5,4 Ct. im Monat geringer ausfallen, wenn der Eigenverbrauch in voller Höhe mit der EEG-Umlage belastet würde.

Im gleichen Schritt nimmt man jedoch der Wirtschaft ein wichtiges Instrument aus der Hand, sich langfristig etwas unabhängiger von steigenden Strompreisen zu machen!

Gerade kleine und mittelständische Unternehmen suchen vermehrt solche Ansätze, um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten und im Markt bestehen zu können.

Wir unterstützen dies mit 5 Ct. im Monat. Ich tue das gerne!

Daher lautet meine klare Forderung an die Politik:

„Solare Eigenstromerzeugung muss dauerhaft
von der EEG-Umlage befreit bleiben –
alles andere ist ein Aprilscherz!”

Dipl.-Ing. (FH) Peter Schuth



|  März 2014  |

Dr. Ulrich Rass diskutiert mit Vertretern aus Politik und Wirtschaft über Kosten der Energiewende

Die Energiewende beschäftigt Industrie- und Gewerbebetriebe zunehmend bei der Suche nach günstigeren Rahmenbedingungen für ihre Produktion.

Eveline Lemke, Peter Adrian, Michael Hager, Gerhard Hohmann, Dr. Ulrich Rass und Julia Klöckner (v.l.n.r.)
Foto: Wochenspiegel

Und so beschäftigte sich das diesjährige IHK-Wirtschaftsforum der Industrie- und Handelskammer Trier am 20. März 2014 konkret mit den Auswirkungen für die Mitgliedsbetriebe. Dr. Ulrich Rass diskutierte auf dem Podium unter der Leitung von Gerhard Hohmann mit Eveline Lemke (Rheinland-Pfälzisches Ministerium für Wirtschaft, Klimaschutz, Energie und Landesplanung [Bündnis 90/Die Grünen]), Julia Klöckner (Landes- und Fraktionsvorsitzende der CDU Rheinland-Pfalz, Mitglied des CDU Präsidiums und stellvertretende Bundesvorsitzende der CDU), dem IHK-Präsidenten Peter Adrian und dem Kabinettchef des EU-Kommissars für Energie Günther Oettinger, Herrn Michael Hager, zum Thema: „Die Energiewende: Klotz am Bein der deutschen Industrie?”

Mertert, den 31. März 2014: Aktuell wird sehr intensiv über die Belastungen diskutiert, die mit der Energiewende in Deutschland für Industrie und Gewerbe einher gehen. Schon seit rund anderthalb Jahren geben die AVANTAG Energy® s.à r.l. und ihr deutsches Schwesterunternehmen, die Philipp Rass Energy GmbH, ganz konkrete Antworten auf diese Fragen und eröffnen Industrie- und Gewerbeunternehmen durch kostenoptimierte Solarkraftwerke neue Perspektiven in der nachhaltigen Eigenstromproduktion.

Doch so geläufig dieses Thema den Energieexperten der AVANTAG Energy® und der Philipp Rass Energy auch ist - so neu ist es nach wie vor für viele Unternehmer. Und so waren viele der rund 250 beim diesjährigen IHK-Wirtschaftsforum in Trier anwesenden Unternehmer überrascht zu hören, dass solare Eigenstromproduktion bereits für unter 10 €-Ct. / kWh realisiert werden kann.

Energiewende besser managen

Auf dem hochkarätig besetzten Podium diskutierten Vertreter von Industrie, Gewerbe und Politik unter der Leitung des Moderators Gerhard Hohmann intensiv und teils kontrovers über den richtigen Weg der Energiewende. Weitgehende Einigkeit bestand darin, dass in der Umsetzung der Energiewende sicher noch ein erhebliches Verbesserungspotenzial vorhanden ist.

Jedoch wurden nicht nur die zweifelsohne noch vorhandenen Schwachstellen in der Umsetzung benannt und kritisiert - auch die hohe internationale Bedeutung des deutschen Weges zu einer nachhaltigen, sicheren Energieversorgung wurde klar heraus gestellt.

Energiewende darf nicht scheitern!

Nicht nur in Europa - überall auf der Welt beobachten Politiker und Unternehmer, wie wir in Deutschland die Jahrhundertaufgabe meistern, unsere Energieversorgung nachhaltiger, umweltfreundlicher und unabhängiger von Energieimporten zu gestalten.

Gerade als führender Industriestandort ist Deutschland hier besonders im Fokus. Gelingt es, einen solchen Umbau durch kluges Management und richtig gesetzte Anreize auf den Weg zu bringen?

Gerade in diesem Zusammenhang, betont Dr. Ulrich Rass, sei es von größter Bedeutung, den Unternehmen Handlungsfreiheiten zu lassen. Sie müssen sich von Kostensteigerungen unabhängiger machen dürfen, indem sie selbst in Eigenerzeugungsanlagen investieren und damit zielgerichtet und an ihren eigenen Bedarf angepasst das wichtige Produktionsmittel Strom selbst erzeugen. Ein solches Engagement dürfe jetzt und in Zukunft keinesfalls durch Abgaben belastet werden.

Damit zielt Rass auf die aktuelle politische Diskussion, Eigenverbrauchsanlagen auch für den Teil des Stroms, der weder verkauft noch ins Netz eingespeist wird, mit Umlagen zu belasten. Dies nimmt dem Unternehmer nun auch noch die letzte Möglichkeit, auf die an ihn gestellten Herausforderungen der Energiebeschaffung zu reagieren.

In diesem Zusammenhang konnte Frau Klöckner dem Auditorium zumindest einen Teilerfolg der Verhandlungen der letzten Wochen verkünden: So würden bestehende Eigenverbrauchsanlagen, die Unternehmen in den vergangenen Jahren errichtet haben, definitiv nicht mit Abgaben für die Eigenerzeugung belastet.

Ein Etappensieg auf dem äußerst wichtigen Weg, die Eigenerzeugung dauerhaft umlagenfrei zu halten!

Energiewende als Jahrhundertprojekt vergleichbar mit der Wiedervereinigung -
Alternative Finanzierung sinnvoll?

Immer wieder wird die Energiewende - und das sicher nicht zu unrecht - als Jahrhundertprojekt und größte Herausforderung seit der deutschen Wiedervereinigung bezeichnet. Und so liegt der Gedanke nahe, auch in der Finanzierung ähnliche Wege zu gehen, wie dies beim Aufbau Ost geschah.

Damals haben wir über die Einführung eines Soli einerseits und über steuerlich geförderte Modelle wie z.B. die Bauherrenmodelle für Immobilien und Infrastruktur für eine Finanzierung dieser gesamtgesellschaftlichen Aufgabe gesorgt.

Ein ähnliches Modell schlägt auch Dr. Rass mit der Einführung eines „Energie-Soli” vor.

Durch die Steuerfinanzierung könnten Bezieher kleiner und mittlerer Einkommen entlastet werden. Auch Unternehmen würden letztlich über ihre Gewinne an den Kosten der Energiewende beteiligt und könnten so von den günstigen Strompreisen, die durch die Erneuerbaren erreicht wurden, profitieren. Zu einer Belastung käme es nur für solche Unternehmen, die Gewinn erwirtschaften. Damit wäre ein weiteres Problem gelöst, das aktuell immer stärker in den Fokus rückt: Die hohe, bei einigen Betrieben zu massiven Problemen und letztlich bis zur Insolvenz führende Belastung über die EEG-Umlage auf ihren Energiebedarf.

Selbst die Frage nach Ausnahmeregelungen und branchenspezifischen Befreiungstatbeständen könnte so anders betrachtet und einfacher gelöst werden.

Alles in allem durften wir Besucher des IHK-Wirtschaftsforums eine spannende Diskussion mit hoch qualifizierten Diskutanten und neuen Denkansätzen für das Jahrhundertprojekt „Energiewende” erleben. Ein herzlicher Dank an alle Initiatoren und Mitwirkende.

Wir danken dem Wochenspiegel für die Bereitstellung des Fotos dieses Artikels. Alle Rechte an der Aufnahme liegen beim Wochenspiegel.